Der Hobbyaspekt

Zum Zusammenbau benötigst du Sekundenkleber. Das Plastik von PP hält NICHT mit Plastikkleber. Auch ein Hobbymesser solltest du dir besorgen, um Figuren zu bearbeiten. Je nach Material gibt es hier noch Gußreste oder Gußgrate/Gußlinien. Erstere schneidest du vor dem Zusammenbau ab. Gußgrate sind dünne Linien, die sich über die Oberfläche der Figur ziehen. Am einfachsten ist es, diese vorsichtig mit dem Hobbymesser abzuschaben – Klinge kippen und entgegen der Schneidrichtung ziehen. Seit mit dem Hobbymesser immer vorsichtig und schneidet vom Körper weg!

Oftmals haben die Bases deiner Figuren offene Schlitze. Sollten diese nicht von der Figur ausgefüllt werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Loch zu stopfen. Ich empfehle, ein zurechtgeschnittenes Streichholz einzukleben, die gängigen Streichhölzer sind ungefähr so breit wie die Löcher in den Bases. Möglich ist aber auch, sie vor dem Gestalten der Base mit Malerkrepp oder schlicht geleimtem Papier zu verschließen.

Wo wir beim Base sind… eine Figur wird erst richtig schick, wenn du die Bases entsprechend gestaltet. Hier gibt es tausende Möglichkeiten. Manche vor, manche nach Bemalung der Figur. Ich selbst mach das vor Grundierung und nehme ein 50:50 Misch Vogelsand und Chinchillasand. Das Base bestreiche ich großzügig mit Holzleim und „dippe“ es dann in meinen Sandbehälter. Über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag überschüssigen Sand abklopfen (falls was an den Füßen der Figur hängt mit Zahnstocher entfernen). Danach mit einer sehr stark mit Wasser verdünnten Schicht Holzleim noch mal „ertränken“, also dick auftragen und wieder trocknen lassen. Danach hält das Gemisch Bombenfest und ist fertig zur Bemalung. Zum Verdünnen von Holzleim nehme ich eine Ghetto-Palette – leere Toffifee-Packungen 

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Solltest du deine Figuren bemalen wollen und hast hierbei wenig Erfahrung, empfehle ich auch da wieder den Gang zum Hobbyveteranen. Oder such‘ dir entsprechende Einsteigerguides. Privateer Press hat hier sogar ein Einsteigervideo auf Youtube hochgeladen.

Privateer Press hat Farbsets im Angebot, aber auch Farben anderer Hersteller, allen voran Vallejo, sind empfehlenswert. Farben solltest du mit Wasser leicht verdünnen, bis die Konsistenz Milch ähnelt. PP Farben müssen weniger als Vallejo Farben verdünnt werden. Zum Verdünnen empfehle ich eine Nasspalette; die hält die Farbe einige Tage frisch. Meine ist ein billiger Plastikkasten für 3 €, in den man Küchenpapier und Backpapier zurechtschneidet – Küchenpapier feucht machen,Backpapier drauf, fertig. Das ganze kann man auch auf einem Teller selbst machen.

Vor der Bemalung musst du deine Figuren grundieren. Hierfür gibt es praktische Grundiersprays in verschiedenen Farben. Schwarz erlaubt mehr Fehler als Weiß, dafür ist bei der Bemalung schwerer zu erkennen, wo Ihr malt. Beliebt ist auch das sogenannte „Nebeln“ – grundiere deine Figuren komplett schwarz, und gib danach noch einen kleinen Spritzer Weiß von oben drauf. Die Konturen werden weiß benebelt und sind einfacher zu erkennen.

Bei der Bemalung selbst tendieren viele Neueinsteiger dazu, sich das Leben mit viel zu kleinen Pinseln schwer zu machen. Ja, die Figuren sehen winzig aus – nimm für die Grundfarben trotzdem einen Pinsel der Stärke 2 oder 3. Den Größe 0-Pinsel musst du erst für Details auspacken. Pinsel wie 3/0 oder gar 10/0 sind nur für filigranste Details wie Augen oder professionelle Highlights nötig. Ich empfehle für den Anfang Pinsel der Größe 2, 1 und 0 sowie einen Pinsel „für’s grobe“ – ich habe einen 2-Pinsel, mit dem ich zB Holzleim auf Bases auftrage.Der arme Pinsel sieht aus wie ein gerupftes Huhn, dafür langt’s aber. Auch ein breiter Trockenbürst-Pinsel ist empfehlenswert – google diese Maltechnik, die dir am Anfang viel Zeit sparen wird. Auch großartig sind die sogenannten Washes. Diese sind so dünn, dass Sie in die Vertiefungen fließen. Du kannst dir viel Zeit sparen und deinen Figuren Definition geben, indem du die Grundfarben aufträgst und danach eine Wash drüber malst. Hier sind oft braune washes beliebt, was bei den meisten Farben gut aussieht. Schwarz macht die Figuren zu dunkel.

Bei Warmachine sind die sogenannten Front Arcs wichtig. Diese signalisieren die Ausrichtung der Figur. Du kannst diese mit einem farbigen Halbkreis oder aber zwei weißen Strichen darstellen. Hierfür gibt es verschiedene Schablonen zum selbst ausdrucken, zum Beispiel hier.